Wie Englisch zur Weltsprache wurde

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Englisch gilt schon seit dem 19. Jahrhundert als die Weltsprache schlechthin. Sie ist insgesamt betrachtet die meistgesprochene Sprache der Welt, offizielle Landessprache in 38 Ländern, und außerdem eine wichtige internationale Bildungs- und Kultursprache. Das macht Englisch als Zweitsprache besonders interessant zu lernen, da man sich fast auf der ganzen Welt damit verständigen kann. Die Bezeichnung als Weltsprache ist jedoch gar nicht offiziell und Englisch wurde auch nie ordentlich als solche gekürt. Auch die Erzählung, es habe in den mächtigen USA eine Wahl der Landessprache gegeben, bei der Deutsch nur knapp den Sieg vor Englisch verpasst hätte, hält sich hartnäckig, ist jedoch ein Mythos – die sogenannte Mühlenberg-Legende. Wie kam es also tatsächlich dazu, dass die englische Sprache sich den Status als Weltsprache sichern konnte? 

Englisch eroberte die Welt

Bereits im 19. Jahrhundert breitete sich mit der Ausdehnung des britischen Weltreichs auch die britische Sprache aus: Englisch. Zwar segelten die englischen Eroberer schon um 1500 durch die Weltmeere und machten sich Land zu eigen. Doch erst im 19. Jahrhundert stand ein Großteil der Welt inklusive Teile Nordamerikas, Chinas und Afrikas sowie ganz Australien, Neuseeland und Indien unter Herrschaft der britischen Krone, was etwa ein Drittel der Weltbevölkerung einschloss – und Englisch setzte sich dort als Hauptlandessprache durch. In vielen Teilen der Welt ist sie es bis heute geblieben, auch wenn die Weltherrschaft des British Empire im 20. Jahrhundert ihr Ende fand. Englisch soll heute als Weltsprache gewiss keine anderen Sprachen verdrängen. Sie soll lediglich die internationale Kommunikation ermöglichen und Menschen der ganzen Welt mit einem gemeinsamen Nenner zusammenbringen. Deswegen ist Englisch die Zweitsprache mit den meisten Sprechern weltweit.

Auch heute noch großer englischer Einfluss

Auch heute hat ein englischsprachiges Land, nämlich die USA, den vielleicht größten Einfluss auf das Weltgeschehen – von Politik und Wirtschaft bis hin zu Popmusik. So üben Sie schon seit Jahrhunderten und längst vor dem Auftauchen von Influencern auf alle Kontinente einen erheblichen englischen Einfluss aus. Dabei qualifiziert sich Englisch gleich durch mehrere Eigenschaften als zurecht weit verbreitete Weltsprache und gleichzeitig besonders einfach zu lernen. Sie überzeugt mit einfacher Grammatik, die vielen in anderen Sprachen recht ähnlich ist, und in der es zum Beispiel nur einen bestimmten Artikel gibt: the. Das Vokabular ist äußerst umfangreich und erlaubt es, sich sehr präzise auszudrücken. Gleichzeitig kann man auch mit einem grundlegenden Wortschatz schon eine Menge sagen oder umschreiben und fast alles verstehen. So ist Englisch auch hierzulande überall präsent: englische Lieder, Bücher, Inhalte im Internet und bei Social Media. Dank dieses leichten Zugangs und der Allgegenwart lernen viele Menschen Englisch auch einfach nebenbei mit.

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Ist Esperanto auch eine Weltsprache?

Esperanto ist eine internationale Plansprache, die im Gegensatz zu Englisch niemandem einen Heimvorteil bietet und dadurch sehr neutral ist. Sie ist außerdem einfach und regelmäßig konstruiert und relativ schnell erlernbar. Man braucht nur etwa ein Viertel der Zeit, die man bräuchte, um Englisch oder Spanisch zu lernen. Trotzdem hat sie sich nie gegenüber Englisch als Weltsprache durchgesetzt. Dabei gibt es immer noch etwa zwei Millionen Sprecher in über 120 Ländern mit einer ganz eigenen Kultur. Auch heute wird sie noch bei internationalen Treffen zur Verständigung genutzt und es erscheinen unter anderem Bücher, Lieder und Zeitschriften in Esperanto.

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