Die 10 besten Bücher über künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz ist das Buzzword der Stunde. Zwischen wirtschaftlicher Verheißung, politischem Machtfaktor und existenziellen Warnrufen bewegt sich eine Debatte, die oft mehr von Spekulation als von Substanz geprägt ist. Wer sich jenseits von Schlagworten informieren möchte, kann auf diese 10 Sachbücher vertrauen. Sie bieten fundierte Einblicke in technische Grundlagen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Konsequenzen von KI.
1. Ray Kurzweil: Die nächste Stufe der Evolution
Darum geht es: In diesem Sachbuch entwirft der renommierte Zukunftsforscher Ray Kurzweil eine faszinierende Vision der kommenden Jahre und Jahrzehnte: eine Welt, die von KI durchdrungen sein wird. Kurzweil skizziert in diesem intensiven Leseerlebnis eine Zukunft, in der Mensch und Maschine untrennbar miteinander verbunden sind. Eine Zukunft, in der wir unser Bewusstsein auf eine höhere Ebene heben werden, in der wir uns aus virtuellen Neuronen neu erschaffen werden, in der wir länger leben, gesünder und freier sein werden als je zuvor. Dank KI eröffnen sich uns in sämtlichen Lebensbereichen ungeahnte Möglichkeiten für Fortschritt, und das in exponentiellem Tempo. Gleichzeitig sensibilisiert das Buch für potenzielle Gefahren, die mit einer unkontrollierten Entwicklung von KI einhergehen. Dabei wird deutlich: Wir haben es selbst in der Hand, in welche Richtung wir uns bewegen.
Darum sollten Sie dieses Buch lesen: Schon kurz vor der Jahrtausendwende prognostizierte Ray Kurzweil, dass die maschinelle Intelligenz im Jahr 2045 unsere natürlichen Fähigkeiten überholt haben wird. Seine Quote, was Vorhersagen betrifft, ist gut. 86% bewahrheiteten sich bislang. Wenn Sie also ein Buch über künstliche Intelligenz lesen möchten, das realistische Zukunftsprognosen trifft, sollten Sie „Die nächste Stufe der Evolution“ lesen. Ray Kurzweil zählt zu den weltweit bekanntesten Zukunftsforschern und Tech-Visionären. Er war Leiter der technischen Entwicklung bei Google und gilt als wegweisende Autorität im Bereich künstlicher Intelligenz und Zukunftstechnologien.
2. Reid Hoffman, Greg Beato: Superagency: Wenn Künstliche Intelligenz zum Alltag wird
Darum geht es: KI? Von ihr drohen uns natürlich auch Gefahren, aber . . . es gibt so vieles, was uns begeistern sollte: personalisierter Unterricht für jedes Kind durch KI-Tutoren; Forscher finden Heilmittel für Krankheiten wie Alzheimer und Krebs; KI-Berater helfen den Menschen, sich in komplexen Systemen zurechtzufinden und ihre Ziele zu erreichen. Die KI-Insider Hoffman und Beato bieten eine fantasievolle und positive Sicht auf die Möglichkeiten, die die KI der Menschheit eröffnet. In vielen Bereichen werden mit ihrer Hilfe Durchbrüche möglich, von denen wir heute nicht einmal zu träumen wagen. Ein Plädoyer für gesunden Optimismus in Sachen KI.
Darum sollten Sie dieses Buch lesen: Sehr häufig liest man von den Risiken, die KI birgt. Reid Hoffman und Greg Beato konzentrieren sich in ihrem Buch „Superagency: Wenn Künstliche Intelligenz zum Alltag wird“ auf die positiven Aspekte, die mit ihr einhergehen. Wer also bisher eher ängstlich auf die Entwicklungen künstlicher Intelligenz geblickt hat, hat mit dieser Lektüre die Möglichkeit, seinen Horizont zu erweitern. Reid Hoffman ist Mitgründer von LinkedIn und PayPal. Greg Beato ist Technik- und Kulturjournalist.
3. Yuval Noah Harari: NEXUS
Darum geht es: In den letzten 100.000 Jahren hat die Menschheit enorme Macht erlangt. Doch trotz all unserer Entdeckungen, Erfindungen und Eroberungen befinden wir uns heute in einer existenziellen Krise. Die Welt steht am Rande des ökologischen Zusammenbruchs. Zuhauf werden Falschinformationen verbreitet. Und wir stürzen uns kopfüber in das Zeitalter der künstlichen Intelligenz – ein neues Informationsnetzwerk, das uns auszulöschen droht. Wenn wir so klug sind, warum sind wir dann so selbstzerstörerisch?
Darum sollten Sie dieses Buch lesen: Seine Bücher „Sapiens“ und „Homo Deus“ waren weltweite Sachbuch-Bestseller. In seinem neuesten Buch „Nexus“ stellt Yuval Noah Harari wieder einmal spannende Thesen auf, die unser Weltbild ins Wanken bringen. Wer bei Diskussionen über künstliche Intelligenz, Fake News und inwiefern Algorithmen unser Denken beeinflussen, mitreden möchte, der sollte dieses Buch unbedingt gelesen haben.
4. Pam Baker: ChatGPT für Dummies
Darum geht es: Pam Baker erklärt in diesem Sachbuch, wie ChatGPT funktioniert und wie man den Chatbot und die integrierten GPTs gewinnbringend einsetzen kann – sei es bei der Texterstellung für Werbezwecke, der Kundenbetreuung auf einer Webseite, dem Brainstorming für eine Marketing-Aktion oder für die Beantwortung aller anderen Fragen. Sie schildert die Stärken und die Schwächen des Tools, so dass Anwender besser einschätzen können, wo es ihnen nutzt und wo sie besser weiterarbeiten wie bisher.
Darum sollten Sie dieses Buch lesen: „ChatGPT für Dummies“ ist die perfekte Unterstützung für alle, die tiefer in den Chatbot einsteigen möchten. Es werden darin nicht nur die technischen Grundlagen erklärt, sondern auch richtiges Prompting, zukünftiges Suchverhalten und ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Tool. Pam Baker ist freiberufliche Journalistin mit Schwerpunkt auf aufkommenden Technologiethemen wie künstliche Intelligenz, Datenanalyse und Edge Computing.
5. Manfred Spitzer: Künstliche Intelligenz
Darum geht es: Künstliche Intelligenz verändert die Welt, und das schneller und weitergehender als gedacht. Das beschreibt der Neurowissenschaftler und Bestseller-Autor Manfred Spitzer eindrucksvoll in seinem neuen Buch. Sie funktioniert im Kern mit neuronalen Netzwerken, über die der Autor vor rund 30 Jahren bereits bahnbrechend geforscht hat. Er analysiert hier nun den Einsatz von KI in den Bereichen Medizin, Militär, Klima, Natur- und Geisteswissenschaften, Verbrechensbekämpfung, Politik, Wirtschaft sowie im Alltag. Sein beunruhigendes Fazit: KI durchdringt schon jetzt unser Leben und unsere Gesellschaft, und zwar ohne jede Regulierung, von vorheriger Technikfolgenabschätzung nicht zu reden. KIs produzieren eben nicht nur „Dummheiten“; in falschen Händen können sie die Menschheit in den Abgrund stürzen.
Darum sollten Sie dieses Buch lesen: „Künstliche Intelligenz“ gibt einen guten Gesamtüberblick über die Bereiche, in denen KI bereits eingesetzt wird. Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer betrachtet die KI-Entwicklung aus neurowissenschaftlicher Sicht und stellt dabei vieles in Frage. Eine Pflichtlektüre für alle, die sich differenziert mit dem Thema KI auseinandersetzen möchten. Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer ist Neurowissenschaftler und seit 1997 Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie an der Universität Ulm, wo er die Psychiatrische Universitätsklinik leitet.
6. Henry Kissinger, Eric Schmidt, Craig Mundie: KI Genesis: Der Beginn des neuen Zeitalters
Darum geht es: In „KI Genesis: Der Beginn des neuen Zeitalters“ erforscht Politik-Legende Henry Kissinger zusammen mit dem ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt und dem früheren Microsoft-Topmanager Craig Mundie die epochalen Herausforderungen und Chancen der Revolution der künstlichen Intelligenz. KI wird uns helfen, enorme Krisen zu bewältigen – vom Klimawandel über geopolitische Konflikte bis hin zur Einkommensungleichheit. Aber sie bedroht auch unser unabhängiges Urteilsvermögen und unsere Handlungsfähigkeit. Dieses Buch zeichnet einen Weg jenseits von blindem Glauben und ungerechtfertigter Angst und skizziert eine wirksame Strategie, um das Zeitalter der KI zu meistern.
Darum sollten Sie dieses Buch lesen: Was wäre ein goldener Mittelweg im Umgang mit künstlicher Intelligenz? Damit setzen sich diese drei Autoren in „KI Genesis: Der Beginn des neuen Zeitalters“ auseinander. Wenn Sie also eine möglichst breitgefächerte Analyse über KI lesen wollen, dann ist dieses Sachbuch das richtige für Sie. Es ist das letzte Buch, das Henry Kissinger vor seinem Tod geschrieben hat.
7. James Muldoon, Mark Graham, Callum Cant: Feeding the Machine. Hinter den Kulissen der KI-Imperien
Darum geht es: KI ist keine bunte Wolke, die frei durch den Äther schwebt. Wer nur staunt, wie schnell die Programme lernen, lässt sich täuschen: Denn die KI erschafft sich nicht selbst – ihre Entwicklung beruht zum großen Teil auf prekärer Arbeit. Es sind Menschen wie Anita in Uganda, die für einen Autokonzern in einem stundenlangen Klickreigen menschliche Anzeichen für Müdigkeit kennzeichnet, während ihr selbst jede Pause verwehrt bleibt. Wie Einar, der das infrastrukturelle Machtzentrum einer gigantischen Serverfarm wartet. Oder Alex, der am KI-gesteuerten Förderband eines britischen Amazon-Logistikzentrums Produkte sortiert – im Sekundentakt. Ihre Geschichten offenbaren die Ausbeutungsstrukturen, die bis tief in unseren Alltag reichen. Für ihr Buch analysieren die renommierten Forscher des Oxford Internet Institute die bitteren neuen Arbeitswelten hinter unserer beliebten Denkmaschine und beleuchten die kolonialen Machtdynamiken eines digitalen Ökosystems, das uns zunehmend entgleitet.
Darum sollten Sie dieses Buch lesen:„Feeding the Machine“ ist ein gesellschaftskritisches Sachbuch, das die dunklen Seiten der KI-Industrie beleuchtet. Ein absoluter Krimi und Pageturner, bei dessen Lektüre es einem eiskalt den Rücken runterläuft. Denn: Die Erfolgsgeschichte künstlicher Intelligenz verdanken wir vor allem jenen Menschen, die sie für einen Hungerlohn trainieren. James Muldoon ist Dozent für Politik an der University of Essex, Mark Graham ist Professor für Internet-Geografie an der Universität Oxford und Callum Cant unterrichtet an der University of Essex Business School, wo er vor allem zu den Themen Arbeitsrecht und Technologie forscht. Dringende Leseempfehlung!
8. Franz Himpsl, Dirk von Gehlen: Wie KI dein Leben besser macht
Darum geht es: Die Diskussion um die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz geht am Alltag der meisten Menschen vorbei. Viel ist von technischen Details die Rede, von utopischen Potenzialen und gesellschaftlichen Gefahren. Aber selten gibt es Antworten auf die Frage: Wie kann ich all das, was gerade erst möglich geworden ist, ganz einfach und konkret für mich und mein Leben nutzen? In 50 Denkanstößen gehen die Autoren mit den Potenzialen von KI auf Tuchfühlung. Sie zeigen, wie wir KI schon heute dafür nutzen können, uns bei der Gestaltung eines gesünderen Lebensstils zu helfen oder uns zu unterstützen, bessere Beziehungen zu führen. Fernab der gängigen Dystopien helfen uns Franz Himpsl und Dirk von Gehlen, KI als eine Reihe von Werkzeugen zum kreativen Problemlösen zu begreifen. Die Experten bieten Inspirationen zum Verstehen, Ausprobieren und Weiterdenken und schaffen so ein umfassendes Grundlagenverständnis, wie wir mit KI schon jetzt ein entspannteres Leben führen können: verständlich, fundiert und zugleich optimistisch, ohne naiv zu sein.
Darum sollten Sie dieses Buch lesen: Dirk von Gehlen und Franz Himpsl animieren in diesem Buch dazu, künstliche Intelligenz ganz einfach in den Alltag zu integrieren. Ein praxisorientiertes Sachbuch, das weit entfernt ist von einem schwer verständlichen Tech-Wälzer.
9. Keach Hagey: Sam Altman
Darum geht es: Das Wettrennen um eine Technologie, die unser aller Leben verändern wird. Im November 2022 stellte OpenAI der Welt den Chatbot ChatGPT vor. Innerhalb von drei Monaten registrierten sich 100 Millionen Nutzer. OpenAI wurde vom kleinen Nonprofit zum Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen. An seiner Spitze: Sam Altman, damals gerade einmal 37 Jahre alt. Wer ist dieser Mann, der die Welt der künstlichen Intelligenz für immer verändert hat? Die renommierte Journalistin Keach Hagey erzählt in ihrer Biografie erstmals Altmans Geschichte – von seiner Kindheit in St. Louis über seine Erfahrungen in der Startup-Szene bis zu seinem kometenhaften Aufstieg in der Tech-Welt.
Darum sollten Sie dieses Buch lesen: Falls Sie eher Lust auf eine Biografie haben, dann ist „Sam Altmann“ Ihre Lektüre. Die mehrfach ausgezeichnete Investigativ-Reporterin Keach Hagey setzt sich darin kritisch mit Altmanns Karriere auseinander und zeichnet ein facettenreiches Bild des Visionärs, dessen Innovationskraft und Führungsstil ebenso ambitioniert wie umstritten sind. Ein hochspannender Blick hinter die Kulissen der KI-Revolution und eine akribisch recherchierte Betrachtung der Beweggründe und Ambitionen einer ihrer widersprüchlichsten Leitfiguren.
10. Heiko Knödel, Dietmar Seipel: KI und Bots im Alltag
Darum geht es: „KI und Bots im Alltag“ bietet fundiertes Fachwissen, vermittelt die Grundlagen der KI ohne technischen Jargon und beleuchtet ihre vielfältigen Anwendungen im Alltag. Ein Kapitel über Ethik und die Zukunft der KI regt zum kritischen Nachdenken an und spiegelt aktuelle Diskussionen wider. Das Buch ist eine wertvolle Ressource für Leser, die sich einen Überblick und ein tieferes Verständnis der KI erschließen möchten. Durch reale Beispiele und praxisnahe Szenarien wird gezeigt, wie tiefgreifend KI das tägliche Leben beeinflusst und gestaltet. Ziel ist es, eine Brücke zwischen der technischen Welt der KI und dem Alltagsverständnis zu schlagen, um ein umfassendes Bild dieser Technologie zu zeichnen.
Darum sollten Sie dieses Buch lesen: „KI und Bots im Alltag“ vermittelt neben theoretischen Grundlagen zur Geschichte der künstlichen Intelligenz auch praktische Anwendungsfälle in der Arbeitswelt, im Sport oder zu Hause. Ein Ausblick in die Zukunft von KI und ethische Bedenken runden dieses Sachbuch ab. Heiko Knödel ist Diplom-Informatiker, Dietmar Seipel ist Professor an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Seine Schwerpunkte sind Datenbanken, Logikprogrammierung und künstliche Intelligenz.
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